
Im menschlichen Stammbaum prangt eine große Lücke. Wer war der direkte Vorfahre der Gattung Homo? Forscher glauben jetzt, die Antwort gefunden zu haben: Sie haben die zwei Millionen Jahre alten Knochen einer neuen Vormenschenart entdeckt.
Hätte der moderne Mensch die Chance, eine Zeitreise in seine eigene Entstehungsgeschichte zu unternehmen, welchen Zeitpunkt würde er wohl wählen? Die Entscheidung könnte möglicherweise auf eine Zeitspanne fallen, die zwei bis drei Millionen Jahre zurückliegt. Denn in der heutigen Vorstellung des Stammbaums der menschlichen Evolution klafft dort eine beträchtliche Lücke.
Es ist die Phase, in der sich der Urmensch entwickelte – vereint unter dem Gattungsbegriff Homo und gekennzeichnet durch ein großes Gehirn sowie die Fähigkeit zur Herstellung von Werkzeugen.
Wer waren die direkten Vorfahren von Homo? Und wie ist er zu dem geworden, was er ist? Zahlreiche Knochenfunde aus den vergangenen Jahren haben den Paläoanthropologen zwar immer wieder einen Blick in bestimmte Zeitfenster ermöglicht und so neues Licht auf die Menschheitsevolution geworfen. Doch ebenso haben sie den Forschern immer wieder neue Rätsel aufgegeben. Bis heute ist die vollständige Rekonstruktion eines durchgehenden Stammbaums des Menschen eine ungelöste Aufgabe – und das, obwohl Wissenschaftler jetzt einen neuen spektakulären Knochenfund vorstellen, der sich gut als Lückenfüller eignen könnte. (weiterlesen…)